Viele Menschen suchen nach alternativer Schmerztherapie, wenn Medikamente, lokale Behandlung oder klassische Maßnahmen nicht ausreichend helfen. Funktionelle Ansätze betrachten Schmerz nicht nur am Schmerzort, sondern über Nervensystem, Schutzspannung, Reizverarbeitung, Bewegung, Sensorik und Regulation.
Chronische Schmerzen haben nicht immer eine einzelne klare Ursache. Oft spielen Gewebe, Nervensystem, Schutzspannung, Stress, Schlaf, Bewegung, Belastung, Erfahrungen und soziale Faktoren zusammen. Entscheidend ist dann nicht nur, was den Schmerz ausgelöst hat – sondern was ihn heute aufrechterhält.
Schmerz wird oft als Zeichen für Gewebeschaden verstanden. Doch Schmerz ist komplexer. Es gibt nozizeptive Schmerzen aus Körpergewebe oder Organen und nicht-nozizeptive Schmerzen, bei denen Nerven, vegetative Regulation oder zentrale Sensibilisierung eine größere Rolle spielen. Funktionell betrachtet ist Schmerz vor allem ein Output des Nervensystems.