Menschen ernst nehmen
Beschwerden können stark belasten, auch wenn bisher keine befriedigende Erklärung gefunden wurde.
Über mich · Tino Both
Mein Weg zur Neuroathletik begann nicht mit einer beruflichen Idee, sondern mit meiner eigenen Geschichte: mit starken neurologischen Beschwerden, fehlender Orientierung und dem Gefühl, trotz vieler Untersuchungen nicht weiterzukommen.
Heute begleite ich Menschen, die genauer verstehen möchten, welche Funktionen an ihrem Anliegen beteiligt sein könnten – aufmerksam, individuell und mit nachvollziehbaren Tests.
Menschen ernst nehmen, genau zuhören und gemeinsam einen nächsten sinnvollen Schritt finden – das ist die Haltung hinter meiner Arbeit.
Mein eigener Weg
Meine heutige Arbeit ist eng mit dem verbunden, was ich selbst erlebt habe. Deshalb kann ich gut nachvollziehen, wie belastend es ist, wenn Symptome real sind, den Alltag massiv einschränken und trotzdem kein hilfreicher nächster Schritt sichtbar wird.
Aus eigener Betroffenheit wurde fachliche Neugier – und schließlich meine heutige Arbeit.
Meine Beschwerden schränkten mich damals so stark ein, dass ich meinen Ingenieursberuf nicht mehr ausüben konnte. Auch Autofahren wurde schwierig. Selbst ein Einkauf im Supermarkt war extrem belastend: Produkte in den Regalen konnte ich nur finden, indem ich sehr langsam suchte. Schnelle Blicksprünge lösten eine ausgeprägte visuelle Desorientierung aus.
Mindestens ebenso schwer wog das Gefühl der Hilflosigkeit. Meine Beschwerden wurden psychosomatisch eingeordnet, während ich im Alltag immer mehr Kontrolle verlor. Ich wusste, dass etwas nicht stimmte – aber ich hatte keine verständliche Landkarte und keine Möglichkeit, selbst sinnvoll Einfluss zu nehmen.
Im Praxisteil meiner Medletics-Health-Coach-Ausbildung machte mich ein Ausbilder auf Neuroathletik aufmerksam. Viele Tests kannte ich bereits aus meinen neurologischen Untersuchungen. Neu war für mich, dass auch kleine funktionelle Abweichungen als Hinweise ernst genommen, gezielt überprüft und mit passenden Reizen direkt erneut getestet wurden.
Damit begann für mich ein eigenwirksamer und selbstbestimmter Weg. Die umfangreiche Ausbildung bei Z-Health war eine große persönliche und finanzielle Entscheidung – fachlich und menschlich hat sie mich jedoch enorm bereichert. Aus meiner eigenen Suche entstand der Wunsch, anderen Menschen eine Orientierung anzubieten, die mir selbst lange gefehlt hatte.
Was mir wichtig ist
Eine gute Begleitung beginnt für mich nicht mit einem fertigen Programm. Sie beginnt damit, den Menschen, seine Geschichte und sein Ziel wirklich zu verstehen.
Beschwerden können stark belasten, auch wenn bisher keine befriedigende Erklärung gefunden wurde.
Die Anamnese liefert oft wichtige Zusammenhänge, die in einer einzelnen Momentaufnahme unsichtbar bleiben.
Du sollst nachvollziehen können, was wir prüfen, warum wir es prüfen und was ein Ergebnis bedeutet.
Funktionelle Hinweise werden überprüft und im direkten Test-Retest verglichen – nicht vorschnell bewertet.
Ausgewählt wird, was zu deiner individuellen Reaktion, Belastbarkeit und Zielsetzung passt.
Fortschritte sollen für dich spürbar, verständlich und in den Alltag übertragbar sein.
Besonders am Herzen liegen mir Menschen, die medizinisch oder therapeutisch bereits vieles abgeklärt und versucht haben, sich aber weiterhin durch Symptome eingeschränkt fühlen. Ich verspreche keine einfache Antwort – aber ich höre zu, prüfe sorgfältig und suche mit dir nach einem nachvollziehbaren nächsten Schritt.
Qualifikationen
Meine Ausbildungen verbinden neurozentrierte Test- und Trainingsansätze mit Grundlagen aus Bewegung, Gesundheit und Ernährung. Entscheidend ist für mich nicht die Anzahl der Zertifikate, sondern wie präzise sich das Wissen für den einzelnen Menschen einsetzen lässt.
Derzeit bin ich der einzige Z-Health Master Practitioner in Niederbayern.
Die Praxis
Meine Praxis in Vilshofen ist bewusst persönlich gehalten. Während deines Termins gehört die Zeit dir – ohne laufenden Wartebetrieb und ohne das Gefühl, nur die nächste Position im Kalender zu sein.
Beim Ankommen sollst du spüren: Hier hört mir jemand zu, nimmt mein Anliegen ernst und möchte mit mir einen sinnvollen Weg finden.
Die Räume teile ich mit Lena Schmalzl, Heilpraktikerin für Psychotherapie mit Schwerpunkt körperbasierte Traumatherapie. Sie ist meine Partnerin und beste Freundin. Gemeinsam ist uns der Wunsch nach einem Ort, an dem Menschen sich willkommen, gehört und ernst genommen fühlen.
Ein persönlicher Abschluss
Dieses Lied ist meine persönliche, musikalische Übersetzung der neurofunktionellen Arbeit – und der Faszination dafür, wie viele Informationen unser Nervensystem in jedem Moment verarbeitet.
Es gehört zu meiner Geschichte und darf deshalb auch auf dieser Seite seinen Platz behalten.
Mehr über die Entstehung des Liedes