Auffällige Reaktionen gezielt und reproduzierbar untersuchen.
Neuroathletik & Angewandte Neurofunktion in Vilshofen
Neuroathletik und Angewandte Neurofunktion
Neuroathletik ist vielen Menschen inzwischen ein Begriff. Meine Arbeit geht jedoch über ein einzelnes Trainings- oder Behandlungssystem hinaus.
Unter Angewandter Neurofunktion verbinde ich unterschiedliche neurozentrierte Ansätze, um Funktionen gezielt zu prüfen, geeignete Lösungen zu testen und positive Veränderungen anschließend im Nervensystem zu integrieren.
Direkt vergleichen, welcher Reiz eine positive Veränderung bewirkt.
Die gefundene Lösung mit dem zuvor problematischen Reiz verbinden.
Bildhinweis: Die auf dieser Seite verwendeten Szenenbilder sind KI-generierte Illustrationen. Sie zeigen keine realen Klientinnen oder Klienten und dokumentieren keine tatsächlichen Praxissituationen.
Das Nervensystem als Informationsaustauschsystem
Wahrnehmung, Bewegung und Regulation sind miteinander verbunden
Das Nervensystem nimmt fortlaufend Informationen aus den Augen, dem Gleichgewichtssystem, der Haut, den Gelenken, den Muskeln und dem Körperinneren auf. Es bewertet diese Informationen und organisiert daraus passende motorische und autonome Reaktionen. Genau deshalb lassen sich sehr unterschiedliche Funktionen in einen gemeinsamen Test- und Vergleichsprozess einbeziehen.
Reize aufnehmen
Sensorische Systeme melden, was außen und im eigenen Körper geschieht.
Informationen verarbeiten
Das Gehirn gewichtet die Signale und gleicht sie mit der aktuellen Situation ab.
Reaktionen organisieren
Bewegung, Spannung, Orientierung und Regulation werden fortlaufend angepasst.
Eine individuelle Verbindung verschiedener Ansätze
Angewandte Neurofunktion ist keine einzelne Methode
Der Begriff beschreibt meine Art zu arbeiten: Ich kombiniere Werkzeuge aus unterschiedlichen neurofunktionellen und neurozentrierten Systemen. Ausgewählt wird nicht nach einem starren Protokoll, sondern danach, was sich bei der jeweiligen Person sinnvoll prüfen und im direkten Vergleich nachvollziehen lässt.
Neurofunktionelle Integration
Sie bildet die zentrale Untersuchungs- und Integrationsmethodik: auffällige Reaktionen finden, mögliche Zusammenhänge testen, eine passende Lösung erarbeiten und diese anschließend gezielt im Nervensystem einspeichern.
Neuroathletik, Z-Health und rezeptorbasierte Ansätze
Je nach Fragestellung fließen visuelle, vestibuläre, propriozeptive, motorische oder weitere rezeptorbezogene Reize in die Untersuchung und das Training ein.
Test, gezielter Reiz und Retest
Bewegung, Gleichgewicht, Koordination, Wahrnehmung oder andere geeignete Funktionen dienen als Referenz. So wird unmittelbar sichtbar, ob ein gewählter Reiz die Reaktion verändert.
Der Muskeltest ist dabei kein unverzichtbares Fundament. Ich kann ihn als zusätzliches Feedbacktool einsetzen, damit eine Veränderung auch für den Klienten direkt spür- und nachvollziehbar wird. Die Arbeitsweise ist jedoch ebenso mit anderen funktionellen Referenztests möglich.
Funktionsbereiche gezielt vergleichen
Welche Systeme in die Untersuchung einbezogen werden können
Je nach Beschwerdebild, Ziel und Reaktion werden einzelne Bereiche ausgewählt und miteinander in Beziehung gesetzt. Es geht nicht darum, möglichst viel gleichzeitig zu testen, sondern den nächsten sinnvollen Zusammenhang zu finden.
Visuelles System
Blicksprünge, Blickfolge, Nah-Fern-Wechsel, peripheres Sehen und das Zusammenspiel beider Augen.
Gleichgewichtssystem
Kopflagen, Blickstabilität und die Verarbeitung von Beschleunigung und räumlicher Orientierung.
Körperwahrnehmung
Informationen aus Gelenken, Muskeln, Sehnen und Haut über Position, Spannung und Bewegung.
Motorische Steuerung
Bewegungsplanung, Kraftdosierung, Koordination sowie das Zusammenspiel einzelner Körperregionen.
Autonome Regulation
Reaktionen auf Lagewechsel, Atmung, Belastung und weitere Reize, die mit vegetativer Regulation zusammenhängen.
Kraniale und segmentale Bezüge
Funktionsprüfungen im Bereich von Kopf, Hirnnerven, Wirbelsäule und den zugeordneten sensorischen Strukturen.
Der Ablauf
Vom Anamnesegespräch bis zum abschließenden Gesamtvergleich
Die Untersuchung folgt einer klaren Reihenfolge. Trotzdem bleibt sie flexibel genug, um auf deine individuelle Reaktion einzugehen und nicht nur ein vorgegebenes Standardprogramm abzuarbeiten.
Anamnesegespräch
Wir klären Beschwerden, Belastungen, bisherige Befunde, Ziele und Situationen, in denen sich das Problem besonders deutlich zeigt.
Optionales neurofunktionelles Screening
Je nach Fragestellung entsteht ein funktioneller Überblick über ausgewählte visuelle, vestibuläre, propriozeptive, motorische und autonome Reaktionen.
Funktionen gezielt prüfen
Auffällige oder für den Alltag relevante Reaktionen werden mit passenden Referenztests möglichst klar und reproduzierbar erfasst.
Auffällige Reaktionen einordnen
Wir prüfen, welche sensorischen oder regulatorischen Einflüsse mit der beobachteten Reaktion zusammenhängen könnten und grenzen die Suche schrittweise ein.
Geeignete Lösungen erarbeiten und testen
Mögliche Reize oder Übungen werden einzeln eingesetzt und direkt mit dem Ausgangstest verglichen. Nur eine nachvollziehbar hilfreiche Reaktion wird weiterverfolgt.
Lösung im Nervensystem integrieren
Die passende Lösung wird gezielt mit dem zuvor auffälligen Reiz verbunden. In meiner Methodik ist dieses „Einspeichern“ entscheidend: Erst dadurch soll die neue Reaktionsmöglichkeit stabil verankert werden, statt bei der nächsten Konfrontation sofort wieder in das alte Muster zurückzufallen.
Alle auffälligen Eingangstests erneut überprüfen
Zum Abschluss werden nicht nur einzelne Zwischentests, sondern auch die zuvor auffälligen Tests aus dem Eingangsscreening wiederholt und miteinander verglichen.
Drei unterschiedliche Wege
Wie ein neurofunktioneller Workflow in der Praxis aussehen kann
Die Beispiele zeigen, wie lokal, sensorisch und regulatorisch gearbeitet werden kann. Entscheidend bleibt immer die individuelle Reaktion im Test–Retest-Vergleich.
Rechter Knieschmerz: vom lokalen Reiz zur übergeordneten Regulation
Ausgangspunkt war ein schmerzhafter Bewegungstest am rechten Knie. Zunächst wurde die lokale Sensorik geordnet: über den Patellarsehnenreflex, eine gezielte Hautdehnung am Knie und die reziproke Ansteuerung von Quadrizeps und Hamstrings.
Der Patellarsehnenreflex prüft den Reflexbogen über den Nervus femoralis und die Segmente L2 bis L4, überwiegend L4. Im weiteren Verlauf zeigte sich zusätzlich eine auffällige autonome Reaktion im zugeordneten lumbalen Wirbelsäulenbereich. Auch der NeuroFI-Test des arteriellen Zuflusses an der Wirbelsäule führte zu einer unphysiologischen Hemmung des verwendeten Indikatormuskels.
Über einen passenden Kontakt im Bereich der Medulla oblongata – einem wichtigen Teil der autonomen Steuerung – ließ sich der Test stabilisieren. Dieser Reiz wurde anschließend mit der zuvor auffälligen Reaktion integriert.
Exterozeption am Auge: Welcher visuelle Reiz verändert die Reaktion?
Ein geeigneter Ausgangstest – beispielsweise aus Balance, Beweglichkeit oder Koordination – wird zuerst reproduzierbar erfasst. Anschließend werden klar dosierte visuelle Reize einzeln geprüft: eine bestimmte Blickrichtung, ein Ausschnitt des peripheren Gesichtsfeldes, ein Nah-Fern-Wechsel oder die Zusammenarbeit beider Augen.
Zeigt sich bei einem Reiz wiederholt eine auffällige Veränderung, werden Parameter wie Auge, Richtung, Dauer und Intensität weiter eingegrenzt. Ein gut verträglicher Gegenreiz oder eine passende Augenübung wird getestet, mit dem auffälligen Reiz verbunden und danach erneut überprüft.
Migräne: kraniale Zu- und Abflusssysteme funktionell vergleichen
Bei einer bereits medizinisch eingeordneten Migräne können neben Augenbewegungen, Halswirbelsäule, Atmung und autonomen Reaktionen auch methodenspezifische Tests der kranialen Zu- und Abflusssysteme in den funktionellen Vergleich einbezogen werden.
Reagiert ein Referenztest auf einen dieser Reize reproduzierbar auffällig, wird schrittweise nach einer passenden Regulation gesucht. Anschließend werden Ausgangsreiz, mögliche Lösung und Integration gemeinsam geprüft – ohne aus einer einzelnen Testreaktion eine alleinige Ursache der Migräne abzuleiten.
Die dargestellten Abläufe sind Beispiele für die Vorgehensweise. Testreihenfolge, Reize und beobachtete Veränderungen unterscheiden sich von Mensch zu Mensch.
Sofortige Reaktion und nachhaltige Verankerung
Warum Veränderungen schnell sichtbar sein können – und die Integration trotzdem entscheidend ist
Das Nervensystem verarbeitet Informationen fortlaufend. Deshalb kann sich eine Reaktion auf einen gezielten Reiz bereits im direkten Wiederholungstest verändern. Damit aus einem guten Moment aber eine belastbarere Reaktionsmöglichkeit wird, folgt der Integrationsschritt.
Das Nervensystem reagiert sofort
Ein visueller, vestibulärer, propriozeptiver oder anderer sensorischer Reiz verändert die aktuelle Informationslage. Ein unmittelbar wiederholter Referenztest macht sichtbar, ob die überprüfte Funktion darauf positiv, negativ oder gar nicht reagiert.
Die Lösung wird mit dem Problemreiz verbunden
In der Neurofunktionellen Integration wird der passende Lösungsreiz gezielt mit dem zuvor auffälligen Reiz gekoppelt. Dadurch soll das Nervensystem die neue, physiologisch günstigere Reaktionsmöglichkeit auch bei erneuter Konfrontation abrufen können.
Eine unmittelbare Verbesserung im Test ist ein wertvoller Hinweis für die weitere Arbeit. Wie stabil sich eine Veränderung im Alltag zeigt, wird über Verlauf, erneute Belastung und spätere Wiederholungsprüfungen beurteilt.
Neurozentriertes Training und Neuroathletik
Gezielt neuronale Funktionen trainieren
Neuroathletik kann nicht nur in der funktionellen Arbeit bei Beschwerden eingesetzt werden. Im Training werden ausgewählte sensorische und neuronale Bereiche gezielt aktiviert, um Bewegung, Orientierung, Reaktion und sportliche Leistung zu unterstützen.
Augensteuerung
Blicksprünge, Blickfolge, Nah-Fern-Wechsel und das Zusammenspiel beider Augen.
Blickstabilität & Gleichgewicht
Kopfbewegungen kontrollieren und die Orientierung bei Bewegung verbessern.
Gelenk- und Körperwahrnehmung
Positionen präziser erkennen und Bewegungen differenzierter ansteuern.
Peripheres Sehen & Reaktion
Relevante Signale schneller wahrnehmen und angemessen darauf reagieren.
Sportspezifische Entscheidungen
Visuelle Informationen, Bewegungsauswahl und Timing näher an die Sportart bringen.
Gezielte Voraktivierung
Passende neuronale Bereiche vor Kraft-, Technik- oder Bewegungstraining vorbereiten.
Klar eingeordnet
Funktionelle Arbeit ergänzt medizinische Diagnostik
Die Angewandte Neurofunktion betrachtet Reaktionen, Belastbarkeit und das Zusammenspiel verschiedener Funktionen. Sie stellt keine medizinische Diagnose und ersetzt keine ärztliche Untersuchung oder notwendige Behandlung.
- Akute, neue, starke oder unklare Beschwerden sowie Warnzeichen gehören zuerst in medizinische Abklärung.
- Eine funktionelle Testreaktion zeigt einen Zusammenhang unter den gewählten Testbedingungen, beweist aber nicht die Ursache einer Erkrankung.
- Eine sofortige Veränderung im Retest ist ein Hinweis für die weitere Arbeit, jedoch kein Heilversprechen und kein Beleg für dauerhafte Wirkung.
- Vorhandene Befunde und Behandlungen werden respektiert und können helfen, den funktionellen Rahmen sinnvoll einzugrenzen.
Kurzer Selbstcheck
Wann diese Arbeitsweise interessant sein kann
Du musst dich nicht in einer Diagnose wiederfinden. Wichtiger ist, ob du bei dir wiederkehrende funktionelle Muster erkennst, die bisher nicht ausreichend erklärt oder verändert werden konnten.
Beschwerden kehren wieder, obwohl lokal bereits viel behandelt oder trainiert wurde.
Befunde erklären deine Einschränkung nur teilweise oder passen nicht vollständig zu deinem Erleben.
Deine Reaktion wechselt deutlich je nach Belastung, Umgebung, Kopfposition oder visueller Anforderung.
Bewegung, Stabilität oder Leistung fühlen sich blockiert an, obwohl Kraft und Technik grundsätzlich vorhanden sind.
Augen, Gleichgewicht oder Körperwahrnehmung scheinen bei deinen Beschwerden oder im Sport mitzuspielen.
Du reagierst auf kleine Reize ungewöhnlich stark oder kannst schwer einordnen, warum eine Situation dein System belastet.
Du möchtest nicht nur Übungen sammeln, sondern vorher prüfen, welche Intervention bei dir tatsächlich einen Unterschied macht.
Du möchtest Veränderungen direkt nachvollziehen und anhand gleicher Tests vergleichen können.
Dein nächster Schritt
Du möchtest wissen, ob mein Ansatz zu deiner Situation passt?
Im kostenfreien telefonischen Erstgespräch schilderst du kurz dein Anliegen. Gemeinsam klären wir, ob Angewandte Neurofunktion für deine Fragestellung grundsätzlich sinnvoll sein kann und welcher nächste Schritt passt.
- etwa 20 Minuten
- kostenfrei und unverbindlich
- persönlich mit Tino Both
Keine pauschalen Versprechen – zuerst klären wir, ob die Arbeitsweise zu deinem Anliegen passt.
Entwicklung und fachliche Einflüsse
Viele neurobasierte Systeme – eine individuelle Arbeitsweise
Die heutige neurofunktionelle Arbeit ist nicht aus einer einzigen Schule entstanden. Unterschiedliche Systeme haben eigene Schwerpunkte, Testlogiken und Interventionsformen entwickelt. Ich verbinde daraus die Werkzeuge, die sich für die jeweilige Fragestellung konkret überprüfen lassen.
Neurofunktionelle Integration nach Dr. med. Philip Eckardt
NeuroFI ist die Hauptsäule meiner Arbeit. Das System verbindet funktionelle Anatomie, gezielte neurologische Tests und die anschließende Integration auffälliger Reaktionen.
Zur Neurolog AkademieZ-Health Performance nach Dr. Eric Cobb
Z-Health hat die praktische Arbeit mit visuellen, vestibulären und propriozeptiven Funktionen im Training stark geprägt und verbindet Assessment, gezielten Drill und unmittelbare Neubewertung.
Mehr zu Z-HealthRezeptorbasierte Therapie von Daniel Müller
Der seit 2024 unterrichtete Ansatz rückt sensorische Rezeptoren, Bewegungssteuerung und das Prinzip „Input vor Output“ in den Mittelpunkt und ergänzt damit die funktionelle Testung am Bewegungsapparat.
Zum AusbildungskonzeptAngewandte Neurofunktion
So nenne ich die integrative Arbeitsweise, in der NeuroFI als Primärwerkzeug mit Elementen aus Neuroathletik, rezeptorbasierten und weiteren neurozentrierten Systemen zusammengeführt wird – immer individuell, testbasiert und ohne starres Protokoll.
Weiterführende Schwerpunktseiten
Wo die Arbeitsweise konkret eingesetzt wird
Auf den Schwerpunktseiten findest du ausführliche Einordnungen zu typischen Anliegen, beteiligten Funktionsbereichen und dem jeweiligen Vorgehen.
Schwindel & Gleichgewicht
Orientierung, Standstabilität, Augenbewegungen und Gleichgewicht funktionell betrachten.
Schwerpunkt ansehen → 02Sehstörungen & visuelle Verarbeitung
Blicksteuerung, Fokus, visuelle Belastung und das Zusammenspiel mit Bewegung.
Schwerpunkt ansehen → 03Schmerzen & funktionelle Beschwerden
Wenn Symptom, Struktur und Belastungsreaktion nicht vollständig zusammenpassen.
Schwerpunkt ansehen → 04Komplexe Beschwerden & autonome Dysregulation
Wechselhafte, belastungsabhängige und postinfektiöse Verläufe differenziert einordnen.
Schwerpunkt ansehen → 05Neuroathletik & Leistungsoptimierung
Wahrnehmung, Reaktion, Blickstabilität und Bewegungssteuerung gezielt trainieren.
Schwerpunkt ansehen → 06Konzentration & Lernen bei Kindern
Wahrnehmung, Blicksteuerung, Regulation und Lernanforderungen gemeinsam betrachten.
Schwerpunkt ansehen →Häufige Fragen
Kurz erklärt
Antworten auf typische Fragen zu Neuroathletik, Angewandter Neurofunktion, Untersuchung und Integration.
Was ist der Unterschied zwischen Neuroathletik und Angewandter Neurofunktion?
Neuroathletik arbeitet überwiegend mit trainierbaren visuellen, vestibulären, propriozeptiven und motorischen Funktionen. Angewandte Neurofunktion ist mein übergeordneter Begriff für die individuelle Verbindung verschiedener neurozentrierter Systeme. Die Neurofunktionelle Integration bildet dabei mein Primärwerkzeug.
Wie läuft der erste Termin ab?
Nach der Anamnese folgt – abhängig von deinem Anliegen – ein neurofunktionelles Screening. Auffällige Funktionen werden gezielt geprüft, mögliche Lösungsreize direkt getestet, anschließend integriert und am Ende mit den Eingangstests erneut verglichen.
Muss ich sportlich sein, um neurofunktionell arbeiten zu können?
Nein. Die Referenztests werden an deine aktuelle Belastbarkeit und dein Ziel angepasst. Das können einfache Bewegungen, Wahrnehmungsaufgaben, Gleichgewichtstests oder andere gut reproduzierbare Funktionen sein.
Ist der Muskeltest das zentrale Untersuchungswerkzeug?
Nein. Ein Muskeltest kann als zusätzliches Feedbacktool genutzt werden, ist aber nicht zwingend erforderlich. Ebenso möglich sind Beweglichkeits-, Balance-, Koordinations-, Wahrnehmungs- oder andere funktionelle Tests.
Was bedeutet „Integration“ oder „Einspeichern“?
Damit bezeichne ich den Schritt, in dem ein zuvor auffälliger Reiz gezielt mit einer passenden Lösung verbunden wird. Das Nervensystem soll dadurch eine günstigere Reaktionsmöglichkeit auch bei erneuter Konfrontation abrufen können. Danach wird der ursprüngliche Test wiederholt.
Kann sich eine Reaktion wirklich sofort verändern?
Ja, eine Veränderung kann im direkten Retest unmittelbar sichtbar werden, weil das Nervensystem Informationen fortlaufend verarbeitet. Ob die Reaktion stabil bleibt und sich im Alltag überträgt, wird durch Integration, Belastung und spätere Wiederholungsprüfungen beurteilt.
Wie viele Termine sind notwendig?
Das lässt sich vor der ersten Untersuchung nicht seriös festlegen. Umfang und Abstand richten sich nach Fragestellung, Ausgangslage, Reaktion und dem Verlauf nach dem ersten Termin.
Brauche ich vorab eine medizinische Diagnose?
Nicht für jede funktionelle Fragestellung. Neue, starke, akute oder unklare Beschwerden und medizinische Warnzeichen müssen jedoch zuerst ärztlich abgeklärt werden. Vorhandene Befunde darfst du gerne mitbringen.
Deine Frage ist nicht dabei? Dann klären wir sie im kostenfreien Erstgespräch.