Bei vestibulärer Migräne können Schwindel, Bewegungsunverträglichkeit, Übelkeit und visuelle Überforderung stärker auffallen als der eigentliche Kopfschmerz. Der Beitrag erklärt typische Symptome, diagnostische Kriterien und die Verbindung zwischen Migräne, Augen, Gleichgewicht und autonomem Nervensystem.
Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die weit mehr als Kopfschmerzen verursachen kann. Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit, Schwindel, visuelle Symptome, Erschöpfung und Konzentrationsprobleme können ebenso dazugehören. Der Beitrag erklärt die wichtigsten Zusammenhänge und zeigt, wie eine neurofunktionelle Betrachtung nach medizinischer Abklärung ergänzen kann.
Im Herbst 2026 sind Lena Schmalzl und ich mit drei Vorträgen bei der VHS in Passau und Vilshofen vertreten. Inhaltlich geht es um das Nervensystem als verbindende Ebene zwischen Stress, Körperreaktionen, Selbstregulation, Trauma und Schmerzen. Neben zwei eigenen Vorträgen gestalten wir einen gemeinsamen Abend, an dem wir unsere unterschiedlichen fachlichen Perspektiven miteinander verbinden.
Der vestibulo-okuläre Reflex, kurz VOR, stabilisiert den Blick, während sich der Kopf bewegt. Dafür koppelt das Nervensystem Gleichgewichtsorgan und Augen so, dass Schrift, Gesichter und Umgebung möglichst klar bleiben. Ist diese Kopplung ungenau oder anstrengend, können Schwindel, visuelle Unruhe, Gangunsicherheit oder Probleme bei Sport und Bewegung entstehen.