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Tag der Therapie 2026 – neurozentrierte Impulse, Austausch und ein Blick nach vorn

Neuroathletik & Neurofunktion in Vilshofen
Ein ganzer Tag voller praktischer Impulse, fachlicher Gespräche und neuer Begegnungen: Beim Tag der Therapie 2026 im Showroom Kanzlsperger durfte ich am ARTZT-Neuro-Stand Fragen zu neurozentrierten Tools, ihrer Anwendung und den Möglichkeiten eines nervensystemorientierten Vorgehens beantworten.
Am 18. Juli 2026 kamen in Ortenburg Therapeuten, Trainer, Referenten, Aussteller und weitere Interessierte zusammen, um sich über aktuelle Ansätze, Geräte und Anwendungsmöglichkeiten in Therapie und Training auszutauschen.
Das Programm verband Fachvorträge mit praktischen Workshops, Challenges, Ausstellung und viel Zeit für persönliche Gespräche. Dadurch blieb es nicht bei theoretischen Informationen: Zahlreiche Methoden und Geräte konnten direkt ausprobiert, hinterfragt und gemeinsam diskutiert werden.
Für mich war der Tag zugleich eine schöne Gelegenheit, das neurozentrierte Arbeiten in einem breiteren therapeutischen Umfeld sichtbar zu machen und mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die das Nervensystem stärker in ihre bisherige Arbeit integrieren möchten.
Tag der Therapie 2026Der dritte Tag der Therapie fand am 18. Juli 2026 im Showroom Kanzlsperger in Ortenburg statt. Neben Vorträgen und einer Ausstellung wurden verschiedene Praxis-Workshops angeboten, darunter auch neurozentriertes Training in Zusammenarbeit mit dem ARTZT Institut.
Therapie erleben statt nur darüber sprechen
Das Veranstaltungsformat verband Fachwissen, praktische Erfahrung und persönlichen Austausch.
Besonders gelungen war die Verbindung aus kurzen fachlichen Impulsen und anschließendem praktischem Erleben. Neben modernen gerätegestützten Therapiemethoden, Stoßwelle, Taping, Blood Flow Restriction und weiteren Trainings- und Therapieansätzen konnten die Besucher verschiedene Anwendungen direkt kennenlernen.
Der Nachmittag stand zudem im Zeichen der Olympischen Spiele. Erfahrene Therapeuten berichteten aus ihrer Arbeit mit Leistungssportlern und gaben Einblicke in die besonderen Anforderungen einer professionellen Betreuung im Spitzensport.
Solche Veranstaltungen sind wertvoll, weil unterschiedliche Fachrichtungen nicht nebeneinander stehen bleiben. Physiotherapie, Training, Rehabilitation, Sportwissenschaft und neurozentrierte Ansätze können voneinander lernen, ohne dass eine Methode den Anspruch erheben muss, alle Fragestellungen allein zu beantworten.
Was den Tag besonders gemacht hat• Praktische Workshops statt reiner Frontalvorträge
• Direkter Kontakt zu Referenten und Ausstellern
• Austausch zwischen Therapie, Training und Leistungssport
• Möglichkeiten zum Ausprobieren und Nachfragen
• Unterschiedliche fachliche Perspektiven an einem Ort
• Eine offene und angenehme Veranstaltungsatmosphäre
Am ARTZT-Neuro-Stand: Fragen, Tools und praktische Anwendungen
Im Mittelpunkt stand nicht das einzelne Trainingsgerät, sondern die Funktion, die damit angesprochen werden kann.
Am ARTZT-Neuro-Stand durfte ich die Besucher bei Fragen rund um die verschiedenen Neuro-Tools begleiten. Viele Gespräche drehten sich zunächst darum, wofür einzelne Hilfsmittel verwendet werden können und welche Funktionen des Nervensystems damit angesprochen werden.
Dabei wurde schnell deutlich, dass ein Tool allein noch keine sinnvolle Intervention ergibt. Ein visueller Reiz, eine Blickaufgabe, eine Gleichgewichtsanforderung oder ein propriozeptiver Stimulus kann bei einer Person hilfreich sein, bei einer anderen wirkungslos bleiben und bei einer dritten sogar eine Verschlechterung auslösen.
Entscheidend ist deshalb nicht, möglichst viele Übungen oder Hilfsmittel einzusetzen. Zunächst sollte geklärt werden, welche Funktion verbessert werden soll, wie das Nervensystem auf den gewählten Reiz reagiert und ob sich der gewünschte Output im unmittelbaren Nachtest tatsächlich verändert.
Ein Tool ist nur so sinnvoll wie seine AnwendungRasterbrille, Brock-Schnur, Blickziele, Gleichgewichtsreize oder andere neurozentrierte Hilfsmittel sind keine pauschalen Lösungen. Ihre Wirkung hängt von Ausgangsfunktion, Zielsetzung, Dosierung und individueller Reaktion ab.
Warum neurozentriertes Arbeiten so viele Fragen auslöst
Das Nervensystem ist in jeder Bewegung und Wahrnehmung beteiligt, wird im therapeutischen Alltag aber nicht immer gezielt geprüft.
Wenn Bewegung eingeschränkt, Gleichgewicht unsicher oder ein Trainingsergebnis nicht nachvollziehbar ist, wird häufig zunächst lokal gearbeitet. Ein Gelenk wird mobilisiert, ein Muskel gekräftigt oder eine Bewegung wiederholt geübt.
Diese Ansätze können sinnvoll sein. Gleichzeitig entsteht jede Bewegung aus der Verarbeitung sensorischer Informationen. Das Gehirn muss wissen, wo sich der Körper befindet, wohin sich der Kopf bewegt, welches Ziel die Augen verfolgen und ob die aktuelle Situation als sicher eingeschätzt wird.
Visuelle, vestibuläre und propriozeptive Informationen beeinflussen deshalb Beweglichkeit, Muskelspannung, Gleichgewicht, Reaktion und Koordination. Wenn eines dieser Systeme ungenau, widersprüchlich oder nur mit hohem Aufwand verarbeitet wird, kann sich das im motorischen Output zeigen.
Die grundlegende ArbeitslogikAusgangsfunktion prüfen → gezielten Reiz auswählen → Reaktion beobachten → unmittelbar nachtesten.

Erst der Vergleich zeigt, ob eine Intervention für die jeweilige Person und das aktuelle Ziel sinnvoll ist.
Mehr über meinen grundsätzlichen Ansatz findest du auf der Seite Methode – angewandte Neurofunktion und Neurofunktionelle Integration.
Viele gute Gespräche und unterschiedliche Perspektiven
Der fachliche Austausch war mindestens so wertvoll wie die eigentlichen Programmpunkte.
Neben den praktischen Fragen zu einzelnen Tools entstanden zahlreiche Gespräche über Schmerz, Schwindel, Gleichgewicht, visuelle Verarbeitung, Rehabilitation und sportliche Leistungsfähigkeit.
Besonders interessant war dabei die Vielfalt der bisherigen Erfahrungen. Einige Besucher arbeiteten bereits regelmäßig mit neurozentrierten Elementen, andere hatten erste Berührungspunkte und wollten verstehen, wie sich solche Ansätze in einen bestehenden therapeutischen oder trainingsbezogenen Ablauf integrieren lassen.
Genau darin liegt für mich der Wert einer solchen Veranstaltung: Es geht nicht darum, bewährte Therapie- und Trainingskonzepte zu ersetzen. Es geht darum, zusätzliche Fragen stellen und funktionelle Zusammenhänge differenzierter prüfen zu können.
Vielen Dank an das Team des Showrooms Kanzlsperger, das ARTZT Institut, die weiteren Referenten und Aussteller sowie an alle Besucher, die mit ihren Fragen und Erfahrungen zu diesem gelungenen Tag beigetragen haben.
Fortsetzung im September: Neurozentriertes Training und Therapie
Aus den ersten Einblicken wird eine ausführliche und praxisorientierte Fortbildung.
Wer beim Tag der Therapie neugierig geworden ist oder neurozentrierte Ansätze strukturiert kennenlernen möchte, bekommt im September die Gelegenheit, deutlich tiefer einzusteigen.
Am 18. und 19. September 2026 leite ich im Showroom Kanzlsperger die Fortbildung „Neurozentriertes Training und Therapie“. Die Schulung richtet sich an Therapeuten, Trainer und weitere Fachpersonen, die das Nervensystem gezielter in ihre bestehende Arbeit einbeziehen möchten.
Die Veranstaltung beginnt am Freitag um 14 Uhr und endet am Samstag um 17 Uhr. Durch diese eineinhalbtägige Struktur bleibt ausreichend Zeit, Grundlagen verständlich aufzubauen, Tests gemeinsam durchzuführen und praktische Interventionen selbst zu erproben.
Termin und VeranstaltungsortFreitag, 18. September 2026, 14:00 bis 19:00 Uhr
Samstag, 19. September 2026, 09:00 bis 17:00 Uhr

Showroom Kanzlsperger
Kamm 13
94496 Ortenburg
Was die Teilnehmer in der Fortbildung erwartet
Die Inhalte verbinden neuroanatomische Grundlagen mit direkt anwendbaren Assessments und Interventionen.
Die Fortbildung ist bewusst praxisorientiert aufgebaut. Das Ziel besteht nicht darin, möglichst viele neuroanatomische Begriffe zu sammeln, sondern aus dem Verständnis des Nervensystems konkrete Entscheidungen für Therapie und Training abzuleiten.
Neuroanatomische Grundlagen• Wie das Gehirn Bewegung, Schmerz und Gleichgewicht organisiert
• Welche Rolle visuelle, vestibuläre und propriozeptive Informationen spielen
• Wie Neuroplastizität und Anpassung praktisch verstanden werden können
Diagnostik und Assessment• Einfache funktionelle Tests für den Praxisalltag
• Screening der visuellen Wahrnehmung
• Überprüfung von Gleichgewicht und Blickstabilität
• Einordnung propriozeptiver und körperbezogener Informationen
• Nutzung von Re-Test und Vergleichsmarkern
Interventionen und praktische Anwendung• Visuelle Aufgaben für Blickstabilität und Augensteuerung
• Vestibuläre Reize für Gleichgewicht und Orientierung
• Propriozeptive Reize für Körperwahrnehmung und Bewegungssteuerung
• Auswahl und Dosierung passender Interventionen
• Direkte Überprüfung der individuellen Reaktion
Integration in bestehende Konzepte• Verbindung mit Therapie, Rehabilitation und sportlichem Training
• Anpassung an unterschiedliche Zielgruppen
• Praktische Übungssequenzen und Fallbeispiele
• Möglichkeiten und Grenzen neurozentrierter Methoden
Für wen ist die Schulung geeignet?
Angesprochen sind Fachpersonen, die Bewegung, Wahrnehmung und Nervensystem stärker miteinander verbinden möchten.
Die Fortbildung richtet sich unter anderem an Physiotherapeuten, Krankengymnasten, Ergotherapeuten, Sporttherapeuten, Trainer, Sportwissenschaftler, Übungsleiter, Osteopathen, Heilpraktiker und Ärzte.
Vorkenntnisse in Neuroathletik sind nicht erforderlich. Hilfreich sind praktische Erfahrung mit Bewegung, Training oder Therapie und die Bereitschaft, bekannte Vorgehensweisen um eine funktionelle Nervensystemperspektive zu ergänzen.
Fortbildung auf einen Blick• Eineinhalb Tage Präsenzschulung
• Sieben Fortbildungspunkte
• Ausführliches Skript als PDF
• Verbrauchsmaterialien und Zertifikat
• Getränke und Verpflegung
• Kanzlsperger-Sonderpreis für Kunden: 229 Euro brutto
Warum die praktische Testung im Mittelpunkt steht
Neurozentriertes Arbeiten lebt nicht von möglichst komplizierten Übungen, sondern von nachvollziehbaren Entscheidungen.
Ein häufiger Fehler besteht darin, Übungen allein anhand eines Symptoms auszuwählen. Bei Schwindel wird eine Gleichgewichtsübung empfohlen, bei Nackenschmerz eine Augenbewegung ausprobiert und bei eingeschränkter Beweglichkeit ein propriozeptiver Reiz gesetzt.
Das kann zufällig funktionieren, bleibt ohne Ausgangstest und Re-Test jedoch schwer einzuordnen. Deshalb wird in der Fortbildung großer Wert darauf gelegt, zunächst einen klaren Vergleichsmarker zu bestimmen.
Danach wird ein gezielter Reiz eingesetzt und unmittelbar geprüft, ob sich die relevante Funktion verbessert, verschlechtert oder unverändert bleibt. So entsteht ein strukturiertes Vorgehen, das neurozentrierte Elemente sinnvoll mit bestehenden Methoden verbinden kann.
Testen statt ratenWas war vorher auffällig? Welcher Reiz wird eingesetzt? Was verändert sich danach?

Diese drei Fragen bilden die Grundlage für eine individuelle und nachvollziehbare Anwendung.
Anmeldung zur Fortbildung
Die Anmeldung erfolgt direkt über den Showroom Kanzlsperger.
Alle organisatorischen Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung findest du auf der Veranstaltungsseite des Showrooms Kanzlsperger.
Neurozentriertes Training und Therapie18. und 19. September 2026 in Ortenburg

Zur Ausschreibung und Anmeldung beim Showroom Kanzlsperger
Fazit: Aus einem gelungenen Veranstaltungstag entsteht der nächste Schritt
Der Tag der Therapie bot einen ersten Einblick – im September folgt die ausführliche praktische Vertiefung.
Der Tag der Therapie 2026 hat gezeigt, wie groß das Interesse an neuen Perspektiven auf Bewegung, Schmerz, Gleichgewicht und Training ist. Besonders die Gespräche am ARTZT-Neuro-Stand machten deutlich, dass viele Fachpersonen neurozentrierte Ansätze nicht nur kennenlernen, sondern fundiert und praktisch anwenden möchten.
Die Fortbildung im September setzt genau dort an. Sie vermittelt verständliche Grundlagen, praktikable Assessments und gezielte Interventionen, die sich in bestehende Therapie- und Trainingskonzepte integrieren lassen.
Ich freue mich darauf, im Showroom Kanzlsperger erneut viele interessierte Therapeuten und Trainer zu treffen und gemeinsam eineinhalb Tage lang das Nervensystem nicht nur theoretisch zu besprechen, sondern praktisch zu testen.
Weiterführende Seiten
Mehr über meine Arbeit, Fortbildungen und neurozentrierte Ansätze.


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