Augenbewegungen kann man beobachten. Man kann sehen, ob der Blick ruckelt, springt, ausweicht oder nicht stabil bleibt. Aber Beobachtung allein zeigt nicht immer, wie das Nervensystem auf eine Augenbewegung reagiert. In der angewandten Neurofunktion können Augenbewegungen über Indikatormuskel, unphysiologische Inhibition, Bewegungsmuster, NeuroFI und neuroathletische Test-Re-Test-Verfahren differenzierter betrachtet werden.
Okulomotorik beschreibt, wie das Nervensystem die Augen bewegt, stabilisiert und mit Gleichgewicht, Kopfbewegung, Körperwahrnehmung und Aufmerksamkeit koordiniert. Wenn diese Steuerung nicht sauber funktioniert, können Lesen, Fokuswechsel, Orientierung, Schwindel oder visuelle Belastung deutlich anstrengender werden.
Viele Eltern fragen sich, was bei einer neurofunktionellen Testung mit Kindern eigentlich passiert. Geht es um Diagnosen? Muss das Kind Aufgaben bestehen? Wird es bewertet? Dieser Beitrag erklärt, wie angewandte Neurofunktion bei Kindern ablaufen kann, warum die Testung spielerisch und ohne Leistungsdruck erfolgt und weshalb der Vergleich vor und nach einem Reiz so wichtig ist.
Manche Kinder verstehen den Stoff, aber Schreiben, Lesen und Sitzen kosten so viel Energie, dass Lernen schnell anstrengend wird. Dann wirken Hausaufgaben zäh, das Kind vermeidet Aufgaben, wird unruhig oder erschöpft. Funktionell betrachtet lohnt sich der Blick auf Körperhaltung, Augen, Feinmotorik, Körperwahrnehmung, Atmung und Regulation.