Im Herbst 2026 sind Lena Schmalzl und ich mit drei Vorträgen bei der VHS in Passau und Vilshofen vertreten. Inhaltlich geht es um das Nervensystem als verbindende Ebene zwischen Stress, Körperreaktionen, Selbstregulation, Trauma und Schmerzen. Neben zwei eigenen Vorträgen gestalten wir einen gemeinsamen Abend, an dem wir unsere unterschiedlichen fachlichen Perspektiven miteinander verbinden.
Physiotherapie ist wichtig und für viele Menschen hilfreich. Trotzdem gibt es Beschwerden, bei denen lokale Behandlung, Kräftigung oder Mobilisation nicht ausreichend weiterhelfen. Funktionelle Neuroarbeit schaut anders auf Schmerzen und Beschwerden: nicht nur auf Struktur, sondern auf Nervensystem, Reizverarbeitung, Schutzspannung, Bewegung, Sensorik und Regulation.
Der Ort, an dem Schmerz spürbar ist, ist nicht automatisch der Ursprung des Problems. Schmerzen können lokal entstehen, aber auch durch Organe, Nervenleitungen, Rückenmark, Hirnstamm, zentrale Verarbeitung oder funktionelle Zusammenhänge beeinflusst werden. Genau deshalb lohnt sich ein breiterer Blick.
Schmerz und Spannung bedeuten nicht immer, dass etwas kaputt ist. Manchmal schützt der Körper, weil das Nervensystem eine Bewegung, Belastung oder Information als unsicher bewertet. Dann entstehen Schutzspannung, Bewegungseinschränkung oder Schmerz – auch ohne akute Verletzung.