Bei Belastungsintoleranz reagiert der Körper unverhältnismäßig stark auf Reize, die früher problemlos waren. Das kann körperliche Belastung betreffen, aber auch Licht, Geräusche, Bildschirmarbeit, Gespräche, Stress, Bewegung, Gleichgewicht oder soziale Situationen. Funktionell betrachtet geht es nicht nur um Fitness, sondern um Reizverarbeitung, autonome Regulation und die Fähigkeit des Nervensystems, nach Belastung wieder in Stabilität zurückzufinden.
Entspannung, Atemübungen oder sogenannte Vagusübungen können hilfreich sein, passen aber nicht zu jedem Regulationsmuster. Eine funktionelle Betrachtung prüft deshalb, wie das individuelle Nervensystem auf konkrete Reize reagiert und ob sich beobachtbare Funktionen im Retest verändern. Medizinische Diagnostik wird dadurch nicht ersetzt.
Vegetative Dysregulation beschreibt ein Muster, bei dem das autonome Nervensystem nicht mehr flexibel zwischen Aktivierung, Belastung und Erholung wechselt. Dadurch können innere Unruhe, Erschöpfung, Herzklopfen, Schwindel, Schlafprobleme oder Verdauungsbeschwerden gemeinsam auftreten. Der Beitrag erklärt die Zusammenhänge und zeigt, wann eine medizinische Abklärung wichtig ist.